Taschenliebe

Immer wieder beobachte ich die Taschenliebe vieler auf Instagram. Neben wahren Sammlern mit einer Obsession für bestimmte Designer finden sich dort aber auch Menschen die einfach generell eine Vorliebe für Taschen aller Art haben. Nun bin ich selbst ein Mensch mit gewissen Vorlieben und Obsessionen, aber das Ding mit der Tasche, das erschließt sich mir nicht. 

Zu jedem Outfit die passende Tasche, ja klar, das sollte schon so sein, aber brauche ich dafür unzählige unterschiedliche? Ich denke nein. Mag es an meiner Vorliebe für klassisches Design und Minimalismus liegen, oder daran sehr praktisch veranlagt zu sein, ich weiß es nicht, aber für mich kommen keine tausend Taschen in Frage. Ich verstehe den Sinn auch nicht dahinter. Nun gut, ich trage auch kaum Farbe, so komme ich mit einer Handvoll Taschen persönlich super aus. Natürlich müssen meine auch dem Anlass entsprechen. Ein Shopper ist für ein Abendleid nichts. Und die kleine Clutch ist auf dem Velo zum einkaufen echt unpraktisch. Trotzdem verstehe ich es nicht warum man unendlich viele Taler in Unmengen an Taschen investiert. Vor allem wenn man die tollen Stücke wie aktuell nur so selten tragen kann. Nun ja, darum geht es heute nicht, denn selbst ich habe noch den einen oder anderen Wunsch nach einer Tasche die nicht unbedingt nötig ist, aber   eben keine Massen sondern lediglich drei von edlem Design. Genug geredet, ich komme mal auf den Punkt: Mir geht es heute um einen Fahrplan was man an Taschen wirklich braucht und in wie weit sich hier eine Investition auch lohnt. 

Der Shopper 

Eine der wichtigsten Taschen überhaupt ist der Shopper, egal ob zum Shopping Tripp mit der Freundin (sobald das wieder geht), im Job oder einfach zum schnellen Einkauf auf dem Nachhauseweg, ein Shopper ist praktisch und schick. Man kann alles darin verstauen was man so braucht. Ich wählte hier einen vor Jahren von Saint Laurent der durch sein cleanes Design besticht. In schwarz kann ich ihn zu allem tragen. Er ist schon etwas in die Jahre gekommen, deswegen würde ich hier eine neue Investition, in ein Modell von Chanel, in Betracht ziehen. Aber noch tut er es und sieht gut aus, also kann ein neuer Shopper noch warten. 

Der Weekender 

Ein Weekender kommt bei mir sehr oft zum Einsatz, wähle ich ihn nicht nur auf Reisen sondern auch als Sporttasche. Selbst zum einkaufen gehen nutze ich ihn oft oder wenns mal Shooting Time heißt. Ein Weekender ist noch nicht zu groß aber einfach geräumiger als eine normale Tasche ohne gleich nach Koffer auszusehen. Ich mag es und mit seinen verschieden Gurten wie bei meinem, er war mal ein Geschenk, ist er auch auf dem Velo noch zu tragen. Selbst Karl liebt ihn und meint er wäre seiner. 

Die Abendtasche 

Tatsächlich besitze ich nur eine einzige kleine Abendtasche und selbst die gehört nicht wirklich mir. Sie ist ein „Erbstück“ meiner Mama und erweist mir seit zig Jahren einen tollen Dienst. Auch wenn sie kaum zum Einsatz kommt weil ich meist soviel „Equipment“ bei abendlichen Events dabei habe, dass sie einfach zu klein ist. Nur selten reicht sie platzmässig also aus, aber das trifft ja nur mich und meinen Job. Sie ist natürlich schwarz und clean gehalten und passt zu allem was ich abends trage einfach perfekt. 

Der Allrounder  

Mein Allrounder, der fast täglich im Einsatz ist, ist meine schwarze Tasche von Chanel. Sie ist perfekt in der Größe und muss auch mal auf einem Event herhalten weil eben alles an Equipment hineinpasst. Klar ist sie fürs Abendkleid eine Nummer zu groß, aber was soll ich sagen, ich will einfach nicht den ganzen Abend mein Mikro in der Hand rum tragen, also hier der kleine Fauxpas.   

Das waren sie also, meine Must Have Taschen, die man wirklich braucht. Tatsächlich sind sie wie gesagt, bei mir andauernd im Gebrauch, auch wenn ich noch die ein oder andere habe (die ich wirklich wenig nutze weil mir alleine das umpacken zu lästig ist), aber eben nur die Handvoll und nicht unendlich mehr. Anders ist es bei mir bei Schuhen, aber dazu demnächst hier an dieser Stelle mehr. 

Love, Stefanie   

6 Kommentare

  1. April 18, 2021 / 19:10

    Liebe Stefanie!
    Ich fühle mich ertappt, schuldig und zugleich aufgefordert, meinen Schrank mal ordentlich auszumisten.
    Am besten fange ich mit den Taschen an. Das ist nicht so arbeitsintensiv wie mein Klamotten- und Schuhproblem.

    Liebe Grüße,
    Andrea

    • April 18, 2021 / 19:15

      Hi Andrea,

      Haha … ich bin neugierig… übrigens … die Taschen waren so wenige bei mir das war Ruck zuck erledigt … und die Klamotten dauerten wegen strenger Linie auch nicht lang … und Schuhe … die behalte ich weil sie keiner will (also wenn ich mal ein paar verkaufe wegen meiner Zwergengrösse) und zum weg werfen sind sie eindeutig zu schade … erzähl mal wenn du fertig bist

      LG und schönen Abend
      Stefanie

  2. Katarzyna
    April 19, 2021 / 08:19

    Liebe Steffi,

    ich LIEBE Deinen Minimalismus ❤️

    So kommen die Sachen wirklich zum Einsatz, Klassiker sieht man sich nicht leid und für mich ist das wirklich eine gelebte Nachhaltigkeit.

    Alle vier Modelle habe ich auch, allerdings muss ich zu meiner Schande sagen in zig Varianten. Meine Ausrede ist: ich trage nicht nur schwarz sondern auch viel Farbe und die Taschen sind das Einzige, im Gegensatz zu den Klamotten, das mir immer passt.

    Den Shopper habe ich auch von YSL, allerdings in Bordeauxrot, da ich die Farbe gerne zu anderen Farben kombiniere. Das Ding ist toll, das Design minimalistisch perfekt, das Leder super, die Tasche selbst hat wenig Gewicht, was mir persönlich sehr wichtig ist, weil ich gerne den halben Haushalt mitführe…

    Der Weekender kommt bei mir nicht zum Einsatz, obwohl ich einen sehr schönen in tollem schwarzen Leder habe. Wenn ich kurz verreise nehme ich meinen kleinen Rimova Koffer mit, der hat Rollen, ist praktisch, weil er sich auch abschließen lässt. Dieser steht jetzt bei mir auf der Verkaufsliste.

    Die Abendtaschen sind eine Kategorie, wo ich tatsächlich nur 3 Stück besitze und mich sogar von einem ganz besonderen Stück von Bottega evtl. trennen werde. Warum? Weil meine Knot keine Kette / Riemen hat und ich das total unpraktisch finde. Ich wollte es nachrüsten lassen, geht leider nicht und somit wieder die Frage: behalten oder verkaufen? Damit hadere ich seit gut 5 Jahren, weil sie ein Erinnerungsstück ist und einfach so wunderschön, das ich sie mir einfach nur gerne anschaue.

    Der Allrounder ist bei mir eine absolut nicht nachhaltige Kategorie… Im Laufe der Jahre hat sich eine richtige Sammlung zusammengetragen, die ich beschlossen habe auszudünnen. Eine Chanel in der Größe besitze ich auch in schwarz, allerdings trage ich sie eher selten als häufig. Warum auch immer. Vielleicht, weil ich möchte, dass sie etwas Besonderes bleibt. Ich habe sie mir seinerzeit zum Abschied von meiner Angestelltentätigkeit gekauft bevor ich mich selbstständig gemacht habe. Ansonsten habe ich noch weitere in Schwarz, Grau, Braun, Blau, Bordeauxrot, Rot (mit meine Lieblingsfarbe), Cognac, Weiss und eine in Olivengrün. Immer mehrfach in einer Farbe. Vielleicht, weil auch in verschiedenen Größen und Varianten.

    Als das Leben noch „normal“ war, waren 90% davon auch im Einsatz. Ich liebe Mode, trage verschiedene Farben, das Einkaufen war immer für mich ein Ventil zum stressigen Job.

    Momentan ist es allerdings so, dass ich in vielen Bereichen meine Einstellung ändere oder bereits geändert habe. Ich trage im Moment viel Schwarz, sortiere viel aus und möchte in allen Bereichen weniger Zeug haben. Mit jedem Verkauf fühle ich mich befreiter und fange mich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren. Das geschah bei mir auch nicht durch COVID-19, sondern weil Vieles in meinem Leben vorgefallen ist, das mir die wirklich wichtigen Dinge aufgezeigt hat. Das wiederum hat das Bedürfnis nach weniger Zeug ausgelöst hat und Konzentration auf die wirklich wichtigen Dinge. Im Moment erfinde ich mich neu und habe meine 5 Lebensziele (Big five) neu definiert. Bei einem davon kann ich bereiste erledigt sagen, an den anderen 4 arbeite ich täglich.

    Aus einem kurzen Kommentar ist ein Roman geworden. Zum Abschluss sage ich nur: ich bewundere Deinen Minimalismus und Deine Nachhaltigkeit. ❤️

    Ich habe noch einen langen Weg vor mir, allerdings liegt mein Ziel genau in der Mitte. Jeder Schritt in die richtige Richtung macht mich stolz und ich freue mich immer auf Deine Beiträge dazu, da sie mich stetig zum Nachdenken bewegen.

    LG und eine sonnige und erfolgreiche Woche!

    Katharina

    • April 24, 2021 / 11:08

      Hallo Katharina,

      den von Dir besagten Koffer habe ich auch, die Tasche nehme ich zusätzlich immer mit. Auch weil Karl da super rein passt. Zu der Vielfältigkeit: es geht ja nicht drum nur drei vier Teile zu haben sondern darum as es WIRKLICH braucht. Wie haben alle mehr als man tatsächlich braucht. Wie gesagt, selbst ich.

      Liebe Grüsse Stefanie

  3. Britta
    April 20, 2021 / 09:21

    Guten Morgen ,

    Taschen spielen bei mir eine eher untergeordnete Rolle.
    Shopper habe ich eine die ich nie trage. Eine Weekender besitze ich nicht .
    Ich mag praktische Bauchtaschen ,habe aber nur 2.
    Alltagstaschen bilden die Mehrheit bei mir. Luxustaschen gibt es bei mir nicht, sie sind mir das Geld nie wert gewesen ☺️. Das ist eher in meine Autos geflossen früher .

    Hab einen schönen Tag

    • April 24, 2021 / 11:09

      Hi Britta,

      ja, jeder hat seine Vorlieben was Taschen betrifft, aber irgendwie wusste ich dass es da bei Dir kein riesiges Sammelsurium gibt

      Liebe Grüsse
      Stefanie

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