Next Level

@le_cime

Wie versprochen kommt heute die Fortsetzung zu meinem letzten Beitrag. Keine Angst, heute trete ich sicherlich niemanden auf die Füsse und beschwere mich auch nicht, denn es geht ausschließlich um mich und meine weiteren Vorhaben. Bzw. eines meiner neuen Vorhaben und das ist die Renovierung meiner vier Wände in Frankfurt.

Der Entschluss meine Wohnung komplett einer Schönheitskur zu unterwerfen kam nach meinem Einsatz in meinem Urlaub für einen guten Bekannten bei dem es darum ging eine, wie die Polizei es nannte eine „Verwahrloste Wohnung“ wieder auf Vordermann zu bekommen. Oder sagen wir es so, sie erst mal von Müll und Dreck zu befreien um dann mit den Sanierungsmassnahmen zu beginnen. Wenn man in so eine Wohnung kommt macht das etwas mit einem. Nicht nur die Gedanken die man sich über den Menschen macht, was mit ihm passierte, dass es so weit kommen kann, lassen einen da sehr nachdenklich zurück, sondern auch das was man hat sieht man auf einmal mit anderen Augen. Nach meinem ersten Besuch in der Wohnung, den ich machte um mir einen Überblick zu verschaffen, kam ich schon nach Hause und hatte geradezu ein zwanghaftes Bedürfnis danach meine eigene Bleibe erst mal zu putzen. Nein, meine eigenen vier Wände waren weder unaufgeräumt noch war es dreckig, aber ich musste trotzdem auf die suche nach dem noch so kleinsten Staubkorn gehen. Nachdem ich dann den ersten Einsatz, ich sah aus als wäre ich von der polizeilichen Spurensicherung, hinter mich gebracht hatte kam der Waschzwang dazu. Ich musste alles was aus Textilien bestand einfach sofort waschen. Inklusive Gardinen und Co. Und da sah ich dann auch das ganze Dilemma in meiner Wohnung. Eindeutiger Nachteil wenn man in einer Großstadt lebt ist der Feinstaub und selbiger setzt sich bevorzugt über Heizungen auf den Wänden ab. Als ich also meine nackten Wände ohne die Vorhänge sah traf mich fast der Schlag. Das sah aus als würde ich in der letzten runter gerotzen Bude Hausen. Bäh Pfui Teufel ist das eklig. Ab jetzt war also klar, hier wird renoviert. Da ich früher ja schon mal ein Haus renovierte schockt mich das streichen nicht wirklich. Lediglich die hohen Decken werden mich da meine fehlende Fitness spüren lassen. Viel lieber hätte ich eigentlich alles neu Tapeziert bzw einfach verputzt. Das finde ich persönlich schicker und moderner, aber da spielte der Vermieter nicht mit. Nun, die Decke kann ich alleine nicht Tapezieren und Handwerker will ich nicht beauftragen. Also bleibt der hässliche Raufaser halt dran. 

Kaum habe ich also den Entschluss gefasst, und meine Einkaufsliste erstellt fällt mir auf was ich da noch alles weg räumen und aussortieren muss und da kam er, der zweite Entschluss. Nach Jahren hat sich auch hier viel zu viel angesammelt, und einiges ist mir zu vergammelt. Ich übertreibe natürlich masslos. Vergammelt ist nichts hier aber einfach schon sehr in die Jahre gekommen und das Gefühl von allem zu viel zu haben ist ja auch bei jedem anders. Mich stört es keinen Überblick zu haben also steht jetzt nicht nur Streichen sondern auch entrümpeln an. Nennt man es „Entrümpeln“ wenn man auch alles an überflüssigem Make Up und Co den Kampf ansagt? Nun, da bin ich recht praktisch veranlagt und werde erst mal eins nach dem anderen aufbrauchen. Ich nutze eh immer nur das gleiche und das was ich nicht mehr brauche oder nutze bekommt ein neues zu Hause oder landet, weil zu alt dann doch ausnahmsweise mal im Müll. Da ich jetzt schon mal allem den Kampf angesagt habe werde ich auch meinen verhassten Esstisch, der mir letztes Jahr fast meinen geliebten kleinen Zeh genommen hat, austauschen. Leider kann ich den nicht weiter geben da er in die Wohnung gehört und so wird er wohl sein Dasein zukünftig trostlos in einem Keller verbringen. Möbel sind sowieso so ein Thema für sich. Denn da würde ich wie gesagt so einiges gerne anders haben. Ich schrieb in einem anderen Beitrag hier schon mal über meine Liebe zu Bauhaus. Aber, und das muss ich zugeben, ich habe wohl einen zu erlesenen Geschmack für mein momentanes Budget. (Da gab es auch schon mal einen Artikel hier zu)

Träumen darf man trotzdem mal und zu einem meiner Träume gehört die Liege von Knoll. Nur, seinen wir ehrlich, selbst wenn ich es könnte wäre ich glaube ich dennoch nicht bereit dafür einen fünfstelligen Betrag zu bezahlen. Und wenn ich es wäre, und es könnte, würde ich wohl kaum meine Wohnung alleine streichen sondern alles so machen lassen wie ich es will. Als Dirigent quasi die Handwerker scheuchen. Nein, soweit sind wir dann noch nicht. Also zurück auf den Teppich der Tatschen. Es muss jetzt nicht das absolute Designern Stück sein, aber gefallen muss es mir dann doch. Und da fängt es an. Bei meiner Suche nach dem was mir gefällt und zu mir passt erfasste mich schnell der Frust und fast hätte ich aufgegeben, da fand ich was mein Herz begehrt. Es ist jetzt nicht so, dass ich nach der langen Durststrecke die Corona mir bescherte riesen Sprünge machen kann oder sollte, denn noch ist der Mist ja nicht vorbei, aber ich kann mir Stück für Stück, eins nach dem anderen, dann doch meinen Traum erfüllen. Angefangen wie immer mit dem wichtigsten. 

Tatsächlich ist mir die Neugestaltung meiner Wohnung momentan wesentlich wichtiger als Klamotten oder Handtaschen. Nicht das es da keine Wünsche mehr gibt, aber die werden gerade aufgeschoben weil sie ein verblasstes Schattendasein frönen. Und sicherlich gibt es ja immer irgendetwas was man gerne hätte. Bei mir sind es keine Dinge die man mal so zwischen durch im vorbeigehen anschafft, deswegen empfinde ich es auch nicht als schlimm noch etwas zu warten. Ich habe ja alles soweit was ich brauche und freue mich jetzt erst mal darauf meinen erstes Projekt in eigener Sache für dieses Jahr zu starten. Wenn ihr mich also nur noch farbverkleckst seht wisst ihr warum. 

Love, Stefanie 

4 Kommentare

  1. Uschi
    Januar 11, 2022 / 08:40

    Hallo liebe Stefanie ….
    Deinen Zustand kenne ich zu gut … hab ja vieler solcher Dinge erlebt , wie du jetzt !

    Dazu kommt noch … das ich alle 7 Jahre beginne auch Möbeltechnisch zu erneuern .
    Gerade bin ich wieder mitten in diesem Prozess…

    Auch ich mache es Stück für Stück … nach dem Tapezieren des Schlafzimmers beginne ich mit dem Wohnzimmer, da ich ja genau weiß, wie es ausschauen soll.

    Für dein Vorhaben wünsche ich dir ganz viel Spaß.

    Sei lieb gegrüßt… Uschi

  2. EvelinWakri
    Januar 11, 2022 / 11:58

    Liebe Stefanie,
    Ab 1.3. wird bei uns das Schlafzimmer renoviert und da es sehr minimalistisch eingerichtet ist, muss nichts weg. Vielleicht die eine oder andere Lade, der Komode wird noch geleert.Alles Gute für Dein Unternehmen
    Herzliche Grüße
    Evelin

  3. Britta
    Januar 11, 2022 / 18:04

    Hallo Stefanie,

    so ein Vorhaben wirkt reinigend . Ich würde hier auch am liebsten alles rausschmeißen und noch mal ganz von vorne anfangen.

    Britta

  4. Monika
    Januar 17, 2022 / 12:43

    Keine schlechte Idee „geordnet“ ins neue Jahr zu starten!1
    Die eine oder andere Ecke könnte hier auch entrümpelt werden
    Liebe Grüße

    Monika

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