Hitze …

Kaum werden in Deutschland Temperaturen von über 30 Grad angekündigt können wir mit absoluter Sicherheit davon ausgehen, dass es zwei Lager gibt: die einen jubeln und freuen sich – dazu gehöre ich – und die ewigen Nörgler und Jammer Kandidaten. Tatsächlich beobachte ich zunehmend, dass die zweite Truppe eigentlich immer jammert und sich offensichtlich nicht entscheiden kann. Zu kalt, zu nass und dann zu heiss. Bei mir hingegeben sieht es anders aus. Ich liebe es richtig heiss und blühe dann richtig auf. Für mich muss das Thermometer nie unter 25 Grad fallen. Deswegen sage ich auch immer ich bin im falschen Land geboren. Zumindest was unsere Wetterlage anbelangt. Ich gehöre nämlich zu den Menschen die sich ohne Aklimatisierung in Ländern, in denen für andere unerträgliche Hitze herrscht, sofort pudelwohl fühlt. Sei das im Sommer Dubai oder Australien oder Thailand, oder was auch immer, völlig egal. Ist es richtig warm blühe ich auf. Ich liebe es schon morgens um sieben im Meer schwimmen zu gehen ohne mir Frostbeulen zu holen und ja, ich friere schnell. Bestes Beispiel waren meine letzten Reisen vor der Pandemie nach Australien und Thailand. Ab Allem unter 27 Grad musste ich dort Pullover tragen. Wobei ich wegen den Klimaanlagen sowieso immer etwas zum überziehen dabei habe, denn die mag ich gar nicht. Ich persönlich schalte sie immer sofort aus. Auch weil meine Stimmbänder sonst sofort mit einer grässlichen Reizung reagieren. Wobei, diese ätzende Entzündung habe ich jetzt auch. Wieder einmal, seit einigen Wochen, kippt mir also urplötzlich die Stimme weg. Aber auch Ok. Dann muss ich mich wenigstens nicht rechtfertigen, dass ich mal nichts zu irgendwas sage. Ich schweife ab, zurück zum Thema. Ich mag es wenn es so warm ist, dass man einfach nur ein Fähnchen überwerfen muss. Auf Schuhe verzichten kann (zumindest im Schatten denn sonst verbrennt man sich bekanntlich die Fusssohlen). Ich liebe es den ganzen Tag alle Fenster offen zu haben, quasi im Freien zu leben und nachts unter ein einfaches Laken zu schlüpfen. Ein Wohlfühlmoment. Nirgends schlafe ich besser ein als wenn ich nachts im Bett liege und die sanften Bewegungen von Vorhängen sehe, eine leichte Brise auf meiner Haut spüre und das Meer rieche. Kein Morgen ist schöner für mich als den ersten Kaffee draussen zu trinken und dem erwachen des Tages zuzuschauen. Um direkt danach von einer seltenen Unruhe getrieben direkt zum Strand zu gehen. Gerade vom Ozean fühle ich mich geradezu magisch angezogen in den frühen Morgenstunden. Die noch leeren Strände, der Blick über das Wasser, die tosenden Wellen, all das fasziniert mich jeden Tag aufs Neue. Manchmal verharre ich dort, ohne nur irgendetwas zu denken. Minutenlang. Ich spüre dann eine unendlich Energie, es ist für mich wie Akkus aufladen. Unmöglich erscheint es mir dann nicht schwimmen zu gehen. Ich muss da rein. Das Wasser was mich umschliesst, mich streichelt, an mir zerrt, mich trägt und im nächsten Moment erdrücken will. Dieses Element was uns schweben lässt und gleichzeitig tödlich sein kann. Keine rote Boje kann mich davon abbringen nicht in diesen Genuss zu kommen. Und egal wie kräftezerrend so manch einer meiner Aktionen war, so glücklich machen sie mich doch. Selbst wenn ich erst einmal erschöpft ein paar Minuten am Strand sitzen muss bevor ich den Heimweg antrete spüre ich diese Energie die mir das alles gibt. Kein Stress und keine Hektik kann mir nach so einem morgen etwas anhaben. Ich bin dann völlig bei mir. 

Ja, ich habe eine unendliche Sehnsucht nach dem Ozean , nach all dem was ich und der City so schmerzhaft vermisse. Aber die nächsten Tage werde ich etwas entschädigt. Und auch wenn ich auf Strand und Meer verzichten muss so bleibt doch der Aspekt der einfachen Kleiderwahl. 

Das ist für mich das aller Beste wenn es richtig warm wird. Man muss sich nicht lange über seine Kleidung Gedanken machen und auch das Styling geht sehr schnell. Ab unter die Dusche am morgen, die nassen Haare zusammengezwirbelt, das Make Up spare ich mir genauso wie den Zwiebellook. In ein Kleidchen gehüpft, Flipflops an den Füssen, was will man mehr? Ihr seht ich mag es einfach und praktisch. Da ich aber weiss dass nicht jeder so praktisch veranlagt ist wie ich und sich auch nicht jeder in so einfachen Kleidchen wie ich sie bevorzuge wohl fühlt habe ich für euch ein paar schöne Outfits zusammen gestellt. 

Was bietet sich besser an bei sehr warmen Temperaturen als ein Outfit in all over with. Ich persönlich bevorzuge sie aus Leinen. Kaum ein Material wird so mit dem Sommer in Verbindung gebracht wie der edel knitternde Naturstoff. Besonders Cool, nicht nur für Damen, die die Variante aus weiter lässiger Hose (der Shorts) mit einem weiten Hemd. Diese Zwei Teile sind auf so viele unterschiedlichen Arten zu stylen, dass man ansonsten wenig braucht. Alleine Schuhe machen hier im Styling schon einen grossen unterschied oder ob man etwas drunter trägt und das Hemd lässig als Jacke trägt. Eurer Fantasie sind also wenig Grenzen gesetzt. Weiter geht es mit dem Leinenkleid als Büro Alternative. Egal ob als Etui Kleid oder mit schwingendem Rock. Auch ein Hängerchen lässt uns luftig leicht durch die warmen Tage kommen. 

Wem weiss zu hart ist, der kann von creme bis schwarz auch auf andere Farben zurück greifen, selbst knallige wirken aus Leinen edel und bringen das Sommerfeeling voll mit. 

Das waren jetzt nur kleine Anregungen denn wenn es wirklich warm wird hat da ja jeder auch so seine eigenen Vorlieben. Als wichtig empfinde ich dass man, wenn man schon schwitzt, das aber nicht an hässlichen Rändern an der Kleidung sieht. Sprich wir sollten darauf achten das entweder der Stoff die Flecken „schluckt“ oder wir sorgen generell dafür weniger zu schwitzen. Lacht nur und denkt euch ich habe einen Knall, aber es ist wirklich möglich, auch ohne Klimaanlage, bei Hitze nicht schweiss überströmt rum zu laufen. Ich kann da hauptsächlich nur von meinen Erfahrungswerten ausgehen, deswegen sind diese Tips, die bei mir funktionieren, sicherlich nicht für jedermann. Aber es mal  aus zu probieren kann ja nicht schaden. 

Am wichtigsten gegen übertriebenes Schwitzen ist es für mich keine eiskalten Getränke zu sich zu nehmen und auch möglichst nicht eiskalt zu duschen und schön scharf zu Essen. Drei Punkte die sich leicht in den Alltag integrieren lassen. Und auch wenn das Eis so super lecker gerade bei wirklicher Hitze ist, so ist es kalt und vollgepackt mit Zucker. Beides zusammen fördert das schwitzen. Genauso wie zu viel Kaffee Genuss. 

Will ich also das übermässige schwitzen verhindern trinke ich nach meinen zwei Tassen Kaffee nur noch warmen Tee oder Wasser mit Raumtemperatur. Eine Suppe zu jedem Essen ist auch besser als die Melone mit Käse. Currys und Co. mit Knoblauch treiben uns vielleicht beim Verzehr den Schweiss ins Gesicht, helfen aber danach gegen genau den super gut. Nudeln, Pizza, etc. hat zu viel Fett und liegt uns schwer im Magen. Also besser auf leichte Küche die gut verdaulich ist zurück greifen. Peperoni, Chili und Knoblauch helfen auch denjenigen die dazu neigen Wasser im Körper bei warmen Temperaturen einzulagern. Dicke Füsse bekommt man somit also, neben altbewährten Methoden wie Brennnessel Tee und ausstreichende Massagen, in den Griff. Was in unseren Breitengraden eher ungewöhnlich ist, aber auch sehr hilft, ist es sich bedeckt zu kleiden. Umso weniger Haut der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist, umso weniger schwitzen wir. Gerade wenn wir zu der Farbe weiss greifen reflektiert diese sogar die Strahlen und die langen Ärmel, die lange Hose, die Kopfbedeckung, wirkt wie ein getragener Sonnenschirm. Und last but not least sollten wir wann immer es uns möglich ist, auf Klimatisierung verzichten. Sicherlich geht das nicht überall, aber wir können damit anfangen die Klimaanlage nicht auf 22 Grad runter zu drehen. Wenn 35 Grad draussen sind wirken schon 30 geradezu erfrischen. Bei 27 wird es uns kalt. Und am besten ist es ganz zu verzichten. Denn der menschliche Körper gewöhnt sich schnell. Er ist anpassungsfähig. 

Love, Stefanie 

1 Kommentar

  1. Britta
    Juni 17, 2022 / 13:59

    Hallo Stefanie,

    bei Dir hört sich das alles so leicht und frisch an .
    Ich mag den Frühling und den Herbst hier am liebsten. Immer noch schön warm und alle Touristen wieder weg.
    Dieses Jahr gibt der Sommer schon jetzt im Juni richtig Gas.
    Ich mag die Wärme auch, aber nach 3- 4 Monaten bin ich dann auch meistens froh wenn es wieder etwas Kühler wird.

    Lieben Gruß ❤️
    Britta

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