wie mangelnde Milch mich sprachlos macht …

Tja, manchmal kommt es anders als man denkt. So auch gestern.

Früh morgens stellte ich fest, dass keine Milch mehr im Haus war. Vor lauter lauter hatte ich die wohl vergessen zu kaufen. Kein Problem dachte ich mir, der Kiosk ist nur einen Steinwurf entfernt und ist auch schon geöffnet. Ich hüpfe also samt Hund im angesagten Jogging Style – natürlich haben meine Haare auch noch keine Bürste gesehen – zum Kiosk. Nicht nur, dass ich vor schreck fast in Ohnmacht fiel als mich der attraktive Nachbar ansprach und auch noch einen Klönschnack halten wollte – warum begegne ich dem immer wenn ich aussehe als käme ich gerade aus dem Bett? Was dieses mal ja tatsächlich stimmte und nie wenn‘ s auf einen Event geht? -, nein, der wahre Schlag traf mich als ich den Kiosk betreten wollte. Bis obenhin stapelten sich auf der Verkaufsfläche und jeden Millimeter Stellfläche Pakete. Lediglich ein sehr schmaler Gang (wohlgemerkt: schon für mich Hungerhaken wars da echt eng) zwischen den Paket Ungetümen ermöglichte es mir zum Verkaufstresen zu gelangen. Dort angekommen fragte ich den Kioskbetreiber  was denn hier passiert wäre. Er antwortete lapidar „Den Leuten ist langweilig“. Nach kurzer Erklärung wusste ich nun also dass all diese Pakete und Päckchen Retouren waren und keinesfalls auf ihren neuen Besitzer warteten sondern zurück an den Online Shop gingen. Beim beiseite räumen einiger Pakete um an meine benötigte Milch zu kommen fiel mir auf, dass fast alle Packete und Päckchen die wir kurzfristig umstapeln mussten von Fast Fashion Ketten und diversen anderen Firmen für Kleidung waren. Erzählt bekam ich noch, dass diese Ansammlung lediglich in einem Zeitraum weniger Stunden, um genau zu sein innerhalb vier Stunden des Vorabends, entstanden sei. Ich war fassungslos. Was für eine Belastung für die Umwelt. 

Wieder zu Hause angekommen, machte ich mir erst einmal einen Kaffee Latte und setzte mich an den Schreibtisch um meine üblichen Dinge die so anfallen ab zu arbeiten. Konzentrieren konnte ich mich irgendwie nicht wirklich, denn die Paketberge gingen mir nicht aus dem Kopf. Selbst das Putzen meiner Wohnung brachte mir nicht die übliche Ruhe. Ein Telefonat mit einer Bekannten sollte Abhilfe schaffen. Aber irgendwie landeten wir wieder bei dem Thema und zu meiner Überraschung erzählte sie mir ganz frei sie bestelle auch immer alles doppelt. Sie wüsste schließlich nicht ob es passt oder in mehreren Farben um zu sehen was ihr besser steht. Es wäre doch nichts dabei, es kostet ja nichts unpassende Artikel zurück zu senden und ausserdem spare man sich so meist das Porto wegen einem Mindestbestellwert. Puh… Meinungen gibt es viele stellte ich fest und meine gebe ich hier jetzt mal zum besten.

Ich bin nicht sicher wann grosse Online Shops das erste mal das Wort „Black Liste“ in den Mund nahmen. Ich weiss, dass ich darüber schon einmal hier auf meinem Blog schrieb, bzw. es erwähnte. Aber bei einem bin ich mir sicher, diese Listen sollten alle Online Shops zu Vermeidung dieses Pakete Wahnsinns einführen. Schnell!!!!

Für mich ist und bleibt das Verhalten derjenigen, die sich etwas in einem Shop rein nur zur „Auswahl“, oder die ganz schlimmen die es da auch gibt für einen Event oder ein Foto, bestellen um es dann auf jeden Fall zurück zusenden einfach schamlos. Ich finde dieses Verhalten wirklich bedenklich und unreflektiert. Ich habe nichts gegen Menschen die im Internet bestellen, das tue ich auch. Meistens weil ich die Kleidung die ich möchte leider meistens  in keinem Laden in Frankfurt in meiner Grösse finde und auch weil ich als VIP-Kunde bei einigen Online-Stores einfach Vorteile habe. Nichts ist dagegen einzuwenden etwas mal zurück zu senden sollte es wirklich nicht passen oder Fehlerhaft sein. Das ist mir tatsächlich auch schon einmal passiert. Einmal! Bei unzähligen Bestellungen waren einmal ein paar Schuhe einfach viel zu gross. Aber wahllos den Einkaufskorb zu füllen, evtl.  Wohl wissend,  dass die Auswahl weder Dauerhaft gewollt ist, noch ins Budget passt finde ich einfach frech. Unanständig um es auf den Punkt zu bringen. Nachdenken schadet auch beim Online-Shopping nicht. Bei Unsicherheiten bzügl. Der Grösse gibt es mittlerweile auch viele Hilfestellungen. Nicht shoppen aus Frust oder Langeweile, packt doch alles erst mal auf die Wunschliste und schaut dann am nächsten Tag ob es euch immer noch gefällt, oder in der nächsten Woche. Esst lieber ein Stück Schoki wenn es ganz schlimm ist. Das ist umweltfreundlicher. 

Ach ja, und wenn ihr schon nur Kram bestellt der eh zurück gesendet wird, lauft nicht noch in der Story auf Instagram mit einem Fragesticker „Behalten oder nicht“ hundert mal vorm Spiegel rum. Die Menschen die es nämlich kaufen wenn Du es zurück gesendet hast wollen auch neue Sachen ohne Tierhaaren dran oder Kratzern an den Sohlen. 

Das war mein Wort zum Sonntag 

Love, Stefanie 

4 Kommentare

  1. Stefanella100
    April 26, 2020 / 13:10

    Ich hoffe, dass da bald en Riegel vorgeschoben wird. Unfassbare Ignoranz

    • April 26, 2020 / 14:57

      Hi Stefanella,
      du sagst es, aber durch die Black Listen ist wenigstens schon mal in die richtige Richtung gedacht, es müsste nur zügiger gehen und strenger sein.
      LG
      Stefanie

    • EvelinWakri
      April 29, 2020 / 12:15

      Danke für diesen Post liebe Stefanie!
      Ich hasse etwas zurück zuschicken und bestelle wenn überhaupt mit bedacht. Meistens sogar in den Shop, damit ich es probieren kann und gleich zurückgeben kann… ich hasse getragene Klamotten zu erhalten, wo man weiß da hat eine schon Stunden drinnen gesteckt.
      Wahre Worte Liebes, bin froh dass Du es mal erwähnt hast.
      Liebe Grüße EvelinWakri

      • April 30, 2020 / 08:23

        Hallo Evelin,

        Leider ist nicht jeder so bedacht wie du bei der online Bestellung. Sehr oft hören wir auf Instagram in den Storys die Aussage „mal schauen was ich davon behalte“. Damit hausieren zu gehen finde ich noch bedenklicher.

        Liebe Grüße
        Stefanie

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