Mein innerer Monk

In meinem letzten Beitrag hier habe ich euch ja schon angekündigt, dass ich einen Ordnungstick habe. Tatsächlich lebt ein kleiner innerer Monk heute in mir. Keine Ahnung wo der steckte als ich nich ein Kind war, aber heute vergeht kaum ein Tag an dem er sich nicht meldet.

Was viele Menschen ein Graus an mir ist hilft mir dabei keine Zeit zu verlieren und den Überblick zu behalten. Ich brauch diese Ordnung, gerade im Job spart sie mir unendlich viel Zeit und vor allem Nerven. 

Genau auf einen dieser nervensparenden Punkte möchte ich heute näher eingehen. 

Mein Job verlangt Flexibilität und ist sehr schnelllebig. Dementsprechend muss immer wieder innerhalb kürzester Zeit nachjustiert werden. Dazu gehört es auch innerhalb nur einer Stunde an einem Flughafen oder Bahnhof sein zu müssen weil es Planänderungen gab. Heute definitiv weniger als früher, aber es kommt nach wie vor vor. Früher, in meinem alten Job, so oft, dass daran viele schier verzweifelt sind. Morgens der Anruf „Kannst Du einspringen? Du musst um 12 in der Maske sein, um 13 Uhr am Set, Dein Zug geht in einer Stunde, das Drehbuch schick ich Dir per Mail“ Ein Nein an dieser Stelle hervor zu bringen ist in der Branche einem Selbstmord gleich zu setzen wenn Du nicht gerade einen Namen wie Julia Roberts hast.  Verzweiflung bringt aber auch nur Verwirrung also was hilft? Organisation und Ordnung.

Wenn Chaos zur Routine wird

Meine Erfahrungen haben mir eines gelehrt: jede noch so grosse Hektik wegen schneller Planänderungen die höchste Flexibilität verlangen werden irgendwann durch genug Training einfach zur Routine. Bei dem einen geht das schneller als bei dem anderen, das gebe ich zu, aber jeder kann lernen im Fall der Fälle so gut organisiert zu sein, dass man weder ein nervliches Wrack ist, noch die Hälfte zu Hause vergessen hat wenn es mal wieder heisst „Take of in einer Stunde“. 

Da ich von vielen von euch weiss, dass sie schon das Kofferpacken in einer solchen Situationen überfordert, werde ich mich heute diesem Beispiel des Kofferpackens bedienen. Bzw. Euch erzählen wie ich das mach und was das alles mit Ordnung und organisiert sein bei mir persönlich zu tun hat. 

Ordnung und Organisation gehen Hand in Hand 

Wenn ihr einen Blick in meinen Kleiderschrank werft werdet ihr feststellen, dass sich hier mein innerer Monk besonders zu Hause fühlt. Alles hat seinen festen Platz und obwohl fast alle meine Kleidungsstücke in Kleidersäcken aufbewahre weiss ich tatsächlich ganz genau was wo hängt. Sortiert nach Farben und Art. Ein Teil meines Kleiderschrankes beinhaltet immer alle mein aktuellen Lieblingsstücke, aber genauso sortiert wie der Rest. Meine Shirts, Hosen und Jacken sind alle durch sortiert. Selbst meine Unterwäsche und meine Socken dürfen bei mir kein wildes durcheinander leben sondern stecken in passenden Beuteln. Das erspart mir die Sucherei die passenden Teile zu finden und somit Zeit. Ich kann quasi Blind in die jeweilige Schublade fassen und alles in meinen Koffer befördern was ich benötige. Da ich fast immer schwarz trage gebe ich hier an dieser Stelle zu, dass das ein Vorteil ist. Alles ist mit allem kombinierbar, ich muss mir hier keine Gedenken machen was passt zusammen und was nicht. Ähnlich aufgestellt ist mein Schuhregal. Alles ist übersichtlich in seinem Karton. Die Schuhe im Karton in Staubbeuteln, damit ich sie nicht erst da rein stecke muss bevor sie in den Koffer wandern. Einen Kulturbeutel samt den wichtigsten Schminkutensilien sowie Bürste und Haargummi steht auch immer fertig bereit. Genauso wie in meiner Laptop Tasche für Reisen immer alle Papiere sind die ich während einer Reise benötige. Selbst die Tasche für meinen Hund ist immer gepackt. Halsband, Leine, Papiere und Futter für ein paar Tage. Ein Telefonat mit einem zuverlässiger Taxi oder Shuttle Service, schwups, fertig und es kann los gehen. Ohne jeglichen Stress. Der kommt dann früh genug wenn die Bahn mal wieder gnadenlos verspätet ist, Frankfurts Straßen von Demonstrationen verstopft sind oder die Sicherheitskontrollen am Flughafen unterbesetzt sind.

Love, Stefanie  

2 Kommentare

  1. Britta
    Dezember 7, 2019 / 15:36

    Stefanie….. ,

    Ich würde Dich niemals in unser Haus lassen .
    Im vergleich zu Dir bin ich die absolute Chaosqueen. Bei mir liegt wirklich überall etwas rum..

    Hab ein schönes Wochenende

  2. Ralph Moser
    Dezember 7, 2019 / 20:05

    Damit wären wir wieder, nicht alle Redensarten unserer Eltern und Großeltern waren Blödsinn „Ordnung ist halbe Leben“

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