Ein Leben mit Corona

Eigentlich sollte hier auf meinem Blog heute ein Beitrag über With Shirts erscheinen, eigentlich… denn bevor mir der Kragen platzt ob soviel Dummheit, Egoismus und Ignoranz werde ich mich dem wohl momentan am präsentesten Thema Corona Virus widmen, obwohl ich das ursprünglich nicht wollte.

Ausschlaggebend dazu ist mal wieder Instagram, denn so manches was wir dort heute – und auch schon die vergangenen Tage – lesen können ist an Egotismus und Engstirnigkeit, an Ignoranz und null Toleranz nicht zu überbieten. 

Die Fragen die ich auf Instagram, meist per DM, zu meinem veränderten Verhalten bzügl. der App gestellt bekomme lassen mich einfach nur staunen und ich frage mich ob so mancher nicht bis zwei zählen kann und so manche Frage evtl. Einfach nur unangebracht bzw. überflüssig ist. Sicherlich gibt es keinen Grund sich für veränderte Verhaltensweisen vor wildfremden rechtfertigen zu müssen, dennoch folgt ein kleiner Auszug aus meinem Leben der evtl ja den einen oder anderen dazu veranlasst mal seine grauen Zellen in Gang zu setzen: 

Wie alles begann:

Sicherlich wissen de meisten von meinen Lesern und auch Followern auf Instagram, dass ich beruflich einen Job habe der fast ausschliesslich mit Öffentlichkeit zu tun hat. So wissen auch die meisten wie extrem stressig es zugeht und wie wenig Zeit ich zwischen grossen Veranstaltungen, etc. das letzte halbe Jahr für sozial Media hatte. Aber nicht nur sozial Media blieb auf der Strecke sondern auch alles andere was für so manchen als normal gilt. Sprich ich bekam über Monate zu wenig Schlaf und hatte auch nach meinem Australien Aufenthalt für das Dschungelcamp erst vorletztes Wochenende das erste überhaupt zu Hause. Gerne hätte ich dieses Tempo beibehalten, leider war mein Körper da aber strickt dagegen und ließ sämtliche Werte in den Keller purzeln. Zu meinem Entsetzen bedeutet das im Klartext mindestens vier Wochen kompletter Ausfall, eher drei Monate. In meinem Pflichtbewusstsein wollte ich nun, bevor es von Staatswegen untersagt war Veranstaltungen zu besuchen, noch einen kleineren Event meistern. Mein Arzt fand hierfür drastische Worte und untersagte mir im gleichem Atemzug sämtliche sozialen   Kontakte da ich – für mich so empfunden – von einer Sekunde auf die andere zur Risiko Gruppe gehörte. Eine Infektion mit dem Corona Virus würde wohl nicht so glimpflich ausgehen wie ich es mir dachte, da es bei mir in dem Moment noch nicht angekommen war, dass ich eben nicht gesund und jung genug bin um das ganze ohne grosse Symptome zu überstehen. Dazu kommt das ich in meiner Familie mehrere Menschen habe die durch Vorerkrankungen extrem gefährdet sind. Vorsorglich durfte ich diese Personen schon vor der Feststellung meines eigenen schwachen Immunsystems nicht treffen weil ich nun mal in meinem Job mit unzähligen Menschen in Berührung komme. Was bleibt ist es sich mit der Situation anzufreunden eine Zeit mal alleine zu sein. 

In der Stille der eigenen vier Wände

Selten war ich dankbarer dafür von meiner Grundveranlagung her eher ein Einzelgänger zu sein, jemand der es geniesst alleine sein zu können. Trotzdem ist die Umstellung auch für mich extrem. Meiner Anpassungsgabe sei dank habe ich mich aber tatsächlich schnell an die Situation gewöhnt. War ich die ersten Tage noch etwas unruhig so hat dieser Zustand einer gewissen Gelassenheit platz gemacht. Langweilig wird mir nicht, ich weiss mich zu beschäftigen und wenn mir nach Gesprächen ist gibt es ein Telefon. Positiver Nebeneffekt der Isolation, ich habe Zeit für Dinge die zu kurz kamen.

Das Spiegel Selfie als Alternative

Klar schütteln viele Leute den Kopf darüber freiwillig und ohne murren die Isolation in Kauf zu nehmen. Da ich aber keine Medizinerin bin und weder andere, noch mich gefährden will, denke ich ist es die einfachste Art und Weise für alle gesund zu bleiben. Gerade in Anbetracht dessen dass in meinem direktem Umfeld das Virus nachgewiesen wurde. Es tut mir nicht weh und ich schade damit niemand anderem. Es ist nicht schwer sein Leben an die gegebenen Umstände an zu passen wenn wir alle ein wenig Abstand vom Egoismus nehmen. Klar habe ich Verständnis für alle diejenigen die um ihre Existenz bangen, auch meine Einkünfte sind momentan bei Null, keine Veranstaltungen, keine Einkünfte, aber Angst und Panik sind schlechte Ratgeber. Genauso wie das verurteilen der Menschheit die lieber Vorsicht (damit meine ich keine Hamsterkäufe) walten lassen als später das Nachsehen zu haben. Bedenklich finde ich vielmehr die Ignoranz so mancher Zeitgenossen was die behördlichen Anordnung anbelangt. 

Mein Fazit 

Um zurück zu kommen zu dem verhassten Spiegelselfie was ihr momentan anstelle von schönen professionellen Fotos in meinem Feed findet. Es gibt immer eine Alternative. Ich wähle für mich die aus die am wenigsten weh tut, allen! Ein lächerliches Beispiel, ich weiss, aber manchmal steht kleines für grosses. In diesem Sinne, macht es euch zu Hause schön, um so schneller alle mitmachen, umso schneller haben wir es überstanden. Seit ein gutes Beispiel, seit Verantwortungsbewusst, seit solidarisch und hört auf andere zu beschimpfen die genau das tun. Den Egoismus wegstecken! 

Love, Stefanie 

4 Kommentare

  1. Britta
    März 17, 2020 / 13:16

    Hey ❤️,

    gut geschrieben

    Pass auf Dich auf Süsse

  2. März 17, 2020 / 15:40

    Liebe Stefanie,
    hauptsache Dir geht es bald wieder besser. Da nehmen wir doch gerne Spiegelselfies in kauf. Lass es Dir gut gehen. Alles andere kann warten. Wir gehen zwar raus, aber wir suchen Orte an denen uns mögichst niemand begegnet.
    Liebe Grüße
    Alice

    • März 17, 2020 / 17:12

      Danke dir Liebes und gegen mal rausgehen ist nichts einzuwenden … es geht um Rudeltreffen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.